Modernisierung
Deutschlands Ein- und Mehrfamilienhäuser kommen in die Jahre. 60 Prozent der 34 Millionen Wohnbauten sind mehr als fünfzig Jahre alt, lassen sich aber durch Sanierung, Um- und/oder Anbau heutigen Nutzungsanforderungen anpassen. Der Jahresumsatz der Bauwirtschaft wird nicht mehr in erster Linie im Neubaubereich gemacht, sondern zunehmend beim Bauen im Bestand. Um Umfang und finanziellen Aufwand einer Modernisierung konkret planen zu können, ist eine Bestandsaufnahme durch einen Fachmann, z.B. einen Meisterfachbetrieb oder einen Architekten, dringend angeraten. Nur aus Expertensicht sollte beurteilt werden, welche Wände ohne Beeinträchtigung der Standsicherheit entfernt werden dürfen und welcher Baustoff sich für den Einbau neuer Zwischenwände eignet.
Als Baustoff für Modernisierungsmaßnahmen hat sich seit Jahren Porenbeton bewährt. Dieser ökologische, mineralische Baustoff, der aus Kalk, Sand, Wasser und 0,1% Aluminium zur Porenbildung besteht, wird in den Druckfestigkeitsklassen 2, 4 und 6 und in Rohdichteklassen von 0,35 bis 0,70 produziert. Aufgrund des hohen Anteils fest gebundener Luftporen - sie machen ca. 80% aus - und nur etwa 20% Feststoffen besitzt er eine geringe Wärmeleitfähigkeit (zwischen 0,09 bis 0,21 W/mK) und damit hervorragende Dämmeigenschaften - Vorteile, die für seine Verwendung für nichttragende Innenwände zwischen beheizten und unbeheizten Räumen sprechen. Die Entwicklung und Einführung weiter verbesserter Wärmeleitzahlen ist bereits absehbar. Die Formatpalette reicht von Bauplatten in den Wandstärken 5, 7,5 sowie 10 cm über Plansteine mit 11,5, 15, 17,5, 20, 24, 30 und 36,5 cm Wandstärke bis zu großformatigen XL-Elementen mit einer Schichthöhe von 50 bzw. 62,5 cm. Ab Wandstärke 11,5 cm werden die Steine mit einem Nut- und Feder-System angeboten.
Massiv, vielseitig, leicht - Trennwände aus Porenbeton
Nichttragende innere Trennwände werden nach DIN 4103-1 als scheibenartige Bauteile definiert, die keine statischen Aufgaben für die Gesamtkonstruktion zu erfüllen haben. Sie müssen lediglich ihre Eigenlast, einschließlich Putz und Bekleidung, sowie die auf ihre Fläche wirkenden Lasten aufnehmen und sie an angrenzende Bauteile, wie Wände, Decken und Stützen, abtragen können.
Die Berücksichtigung der in die Geschoßdecken eingeleiteten Lasten wird in zwei Schritten durchgeführt. Zuerst wird das Flächengewicht nach DIN 1055-1 (Wichten und Flächenlasten von Baustoffen, Bauteilen und Lagerstoffen) ermittelt. Mit dem zweiten Schritt erfolgt die Berechnung der Last je m Wandlänge. Denn nach DIN 1055-3 (Eigen- und Nutzlasten für Hochbauten) gibt es einen Trennwandzuschlag für leichte Trennwände. Beträgt das Wandgewicht max. 3,0 kN/m Wandlänge, werden bei der Deckenbemessung 0,8 kN/m² zur Nutzlast hinzugezogen, bis 5,0 kN/m sind es 1,25 kN/m².
Rechenbeispiel Wandflächengewicht für eine 10 cm dicke Innenwand aus Porit-Planbauplatten (PPpl 0,6) inklusive Putz - regionales Lieferprogramm ist zu beachten:
- Rechenwert der Eigenlast: 7,0 kN/m³ (nach DIN 1055-1)
- Mauerwerk: 7,0 x 0,10 = 0,70 kN/m²
- Putz: 10 mm Gipsputz = 2 x 0,1 kN/m²
- Ergibt 0,90 kN/m² gesamt x 2,75 m Wandhöhe = 2,48 kN/m
- Zuschlag: 0,8 kN/m²
Selbst nichttragende Innenwände, die aufgrund von beispielsweise bauphysikalischen Vorgaben mit größeren Wandstärken ausgeführt werden müssen, erfüllen die gestellten Anforderungen leicht.
Rechenbeispiel Wandflächengewicht für eine 24 cm dicke Innenwand aus Plansteinen (PPW2/0,4):
- Rechenwert der Eigenlast: 7,0 kN/m³
- Mauerwerk: 5,0 x 0,24 = 1,2 kN/ m²
- Putz: 2 x 0,10 = 0,20 kN/m²
- Ergibt 1,4 kN/m² gesamt x 2,75 m Wandhöhe = 3,85 kN/ m.
- Zuschlag: 1,25 kN/m²
Sprechen Sie uns an. Ob als privater Bauherr, Bauträger oder Fachunternehmen. Wir freuen uns, Ihnen bei einem Gespräch detailiertere und speziell für Ihr Objekt zugeschnittene Informationen zu liefern.
Ihr Malerteam Fischer


